Krampfadern Entfernen Schritt für Schritt

Aufgaben der Venen ist es, Blut zum Herzen zu transportieren, wobei Herz und die Muskulatur der Waden gegen die Schwerkraft arbeiten. Innerhalb der Venen befinden sich Klappen, durch die das Zurückfließen des Blutes verhindert wird. Bei schwindender Elastizität der Blutgefäß-Wände, ist die Funktion der Venenklappen eingeschränkt. Die Venenwand wird vom angestauten Blut überdehnt und buchtet sichtbar aus und Krampfadern entstehen. Die Gründe dafür können Bewegungsmangel, hormonelle Einflüsse sowie eine genetische Veranlagung sein.

verstopfteadernSo entstehen Krampfadern

Jeder zweite Erwachsene leidet unter Krampfadern. Krampfadern sehen dabei nicht nur unschön aus, sondern können auch krankmachen, denn staut sich Blut in den Venen, entsteht großer Druck in den Beinen, die Flüssigkeit drückt auf das Gewebe und die Füße schwellen an. Langfristig können dadurch Blutgerinnsel oder Geschwüre entstehen. Um dies zu verhindern, wird die Vene,, die am häufigsten „ausleiert“ durch einen Arzt ausgeschaltet: Die so genannte Vena saphena magna, die an der Innenseite des Fußes über den Unterschenkel und den Oberschenkel bis hin zur Leiste führt. Dort gelangt sie dann in das tiefe Venen-System.

Krampfadern entfernen lassen- unterschiedliche Methoden

Krampfader-Eingriffe zählen mit zu den häufigsten Operationen in Deutschland (E2med.com). Die Behandlung von Krampfadern richtet sich nach dem Ausmaß der Beschwerden. Leichten bis mittelschweren Krampfadern lässt sich oft mit Kompressionsverbänden oder Stützstrümpfen entgegenwirken, wobei die Krampfadern jedoch bestehen bleiben und lediglich die Schmerzen gelindert werden.

Um Krampfadern zu entfernen stehen mittlerweile zahlreiche unterschiedliche Methoden zur Verfügung. Die Krampfadern können beispielsweise verödet werden. Bei dieser Methode handelt es sich um ein nicht-operatives Verfahren, das als Sklerosierung bezeichnet wird. Eine andere Art der Entfernung ist die Lasertherapie.

Das klassische Venenziehen

Bei so genannten Stripping einem operativen Einsatz wird die Krampfader, also der defekte Teil der Vene mithilfe einer Sonde herausgezogen. Dies wird auch als Krampfadern ziehen umschrieben. Dieses operative Verfahren gilt als sehr effektiv, wird jedoch ausschließlich bei sehr stark erweiterten Venen angewandt. Es ist auch Möglich, mehrerer Therapieansätze zu kombinieren. Da es keine universelle Therapieempfehlung gibt, herrschen zum Thema Krampfadern unter Experten große Meinungsverschiedenheiten. Das operative Entfernen der Vene gilt heutzutage als Standardverfahren.

Lasermethode

Im Gegensatz dazu bevorzugen einige Ärzte die sogenannte Endovenöse Lasertherapie, da diese unter lokaler Betäubung durchgeführt werden kann und nicht so aufwendig ist. Um herauszufinden, welche Methode den Betroffenen am besten hilft, wurden beide Therapien von deutschen Forschern überprüft und die gute Nachricht lautet, dass beide verfahren Erfolge verzeichnen konnten, wobei die moderne Laser-Therapie jedoch zu einer höheren Rückfall-Quote führte. Bei der Laser-Methode schieben Ärzte einen Katheter in die Krampfader, so dass kein Blut mehr hindurch fließen kann. Im Anschluß daran werden die Gefäßwände durch den Laser erhitzt, wodurch die Vene verschweißt wird und abstirbt. Dabei bleiben allerdings häufig  kleine Seitenäste der Vene offen, die dann später den Blut-Transport wieder aufnehmen und erneut zu Krampfadern werden können.

Risiken, Ängste und Kosten

Welche Art der Therapie in Betracht kommt, hängt immer vom Ausmaß der Krampfadern ab. Eine genaue, ausführliche und exakte Diagnose kann Aufschluss darüber bringen, ob eine konservative oder eine operative Behandlung die geeignete Methode ist. Bei einem persönlichen Gespräch mit einem spezialisierten Facharzt können alle Therapiemöglichkeiten detailliert besprochen werden. Eine Laserbehandlung wird in der Regel nicht von den Krankenkassen übernommen. Die Kosten dafür liegen bei ca. 1.300 Euro. Oftmals erfolgt die Behandlung von Krampfadern ambulant in der Praxis und ist unter örtlicher Betäubung, wie auch unter Vollnarkose durchführbar. Nicht in jedem Fall muss eine operativer Eingriff erfolgen. Die Behandlung von Krampfadern muss von einem Facharzt durchgeführt werden, der vorab die richtige Diagnose stellt und die geeignete Therapie und Behandlungsmethode bestimmen kann.

Nebenwirkungen nach einer Krampfaderentfernung

Auch bei der Entfernung von Krampfadern bestehen, wie bei allen operativen Eingriffen allgemeine Risiken. Hierzu können beispielsweise eine Medikamentenunverträglichkeit, Thrombosebildung oder eine Wundinfektion zählen. Heutzutage können diese Risiken in der Regel auf Grund der guter Vorbereitung, ausreichender Desinfektion und Sterilität sowie durch die postoperativen Versorgung nahezu ausgeschlossen werden. Nach der Behandlung kann das Tragen von Kompressionsstrümpfen, die Einnahme gerinnungs-hemmender Medikamente sowie Bewegungstherapie das Thromboserisiko senken.

Alternativen zur Krampfadern-OP

Ja. Es besteht die Möglichkeit, dünne und oberflächliche Krampfadern, wie bereits oben erwähnt, zu veröden oder mit Hilfe einer Lasertherapie zu entfernen.

Testberichte von Krampfader-Mitteln

Tauchen Krampfadern auf, so sollte immer ein so Facharzt, ein Phlebologe aufgesucht werden. Da Krampfadern nicht nur ein kosmetisches Problem sind, sondern aufzeigen, dass die Venenwände geschwächt sind die Venenklappen wahrscheinlich nicht mehr richtig schließen, ist eine fachmännische Diagnose und Abklärung unverzichtbar. Um Krampfadern mit Cremes zu behandeln, sollten diese von einem Arzt verschreiben werden. Von Wundermitteln aus dem Internet sollte Abstand genommen werden, da sich zu viele unseriöse Anbieter hinter den Mitteln verstecken. Leichte Krampfadern können zum Beispiel mit Varikosette behandelt werden, das ist eine Creme, die hier getestet wurde.

Neuigkeiten

Für Personen, die unter Krampfadern leiden, wird es immer schwieriger,  bei der Vielfalt der angebotenen Behandlungsmethoden den Überblick zu bewahren. Neben dem klassischen Stripping, Laserbehandlung,  Radiowellentherapie, Radiofrequenztherapie, Verödung mit Mikroschaum und der Dampfbehandlung wird in jüngster Zeit auch das Verkleben von Krampfadern angepriesen.

Häufig wird jedoch vergessen, über die Notwendigkeit einer Behandlung nachzudenken und der Patient ist in der Regel nicht in der Lage dies selbst zu beurteilen.  Eine Stammvene zu entfernen oder per Hitzeverfahren zur verschmoren bedarf der Notwendigkeit der Entfernung einer Stammvene. Doch nicht in jedem Fall muss eine Stammvene behandelt werden und es kann ausreichen, eine störende sichtbare Krampfader einzeln zu entfernen. Der Besuch beim Facharzt ist also immer unverzichtbar und unbedingt zu empfehlen.

Operation versus Creme

Ob eine Operation nötig ist oder die Krampfadern mit einer Venencreme behandelt werden können, vermag nur ein Facharzt zu beurteilen. Wer unter Krampfadern leidet, sollte in jedem Fall nicht selbst zum Fachmann werden und sich selbst mit Produkten aus dem Internet behandeln. Stichwort: Vorsicht vor Scharlatanen und gefährlichen Produkten.

Letzte Tipps

Wer sich nicht sicher über die Notwendigkeit einer geplanten Krampfaderbehandlung ist, sollten immer eine zweite, fachärztliche Meinung bei einem Venenspezialisten einholen- So ist man garantiert auf der richtigen Seite. Viel Bewegung, Sport und eine ausgewogene Ernährung tun ihr Übriges gegen die unschönen Krampfadern, die man jedoch heutzutage aufgrund der zahlreichen Behandlungsmethoden sehr gut in den Griff bekommen kann.